Doppelaufstieg für unsere Tänzer beim Himmelfahrts-Turnier

Das schon zur Tradition gewordene Himmelfahrts-Tanzturnier am 14.05.2026 war insgesamt ein durchschlagender Erfolg, insbesondere für Lukas Brauer & Antonia Voß, sowie Matthias Reher & Sonja Mazur, die an diesem Tag mit fantastischen Turniersiegen in die Hauptgruppe S-Latein (höchste Leistungsklasse, Brauer/Voß) und Hauptgruppe A-Standard (zweithöchste Leistungsklasse, Reher/Mazur) im Tanzsport aufstiegen.

„Das war wirklich großartig, nicht nur aufsteigen, sondern daheim und dann sogar mit fast allen Bestwertungen“, freut sich Antonia Voß (Anm. d. Red.: Es fehlte lediglich eine Eins für eine makellose Bilanz). Elf Paare aus vier Bundesländern hatten zum letzten und hochrangigsten Turnier des Tages, der Hauptgruppe A Latein, gemeldet. Auch Sonja Mazur strahlt „Uns fehlte ebenfalls nur eine Eins im Ergebnis. Wir freuen uns sehr, den letzten Aufstiegspunkt daheim vor unseren Freunden und Trainern ertanzt zu haben. Das ist ein toller Abschluss der B-Klasse!“. Im Turnier der B-Standard waren gleichfalls elf Paare, aber aus drei Bundesländern vertreten. Anschließend konnten Reher/Mazur noch als Turniersieger und Aufsteiger in der A-Klasse mittanzen und dort direkt die erste Platzierung einheimsen: Platz 1 von 3 war das i-Tüpfelchen auf dem Aufstieg.

Knapp vier Jahre brauchten Brauer/Voß, die seit August 2022 miteinander tanzen (damals in der Hauptgruppe B Standard und A Latein), um die benötigten Platzierungen und Punkte für den Aufstieg in die Sonderklasse zu erlangen. Trotz so mancher Widrigkeiten auf ihrem Weg, bedingt durch beispielsweise den Einstieg ins Berufsleben oder ins Studium, der die Trainingsmöglichkeiten veränderte aber auch Verletzungspech, welches zu doch mal wochenlangem Trainingsausfall führte, blieben Brauer/Voß als Team beständig. „Natürlich gibt es auch mal Differenzen oder Phasen des Frusts, gerade nach einem Wiedereinstig. Die Kondition ist da ein fieser Gegenspieler, hart anzutrainieren, dafür umso schneller weg. Da heißt es Zähne zusammenbeißen und durch. Aber letztendlich tanzen wir unheimlich gern miteinander und verstehen uns auch gut. Da geht man doch gern durch dick und dünn“, so beide im Gespräch nach dem Turnier.

Neben dem eigenen Tanzen sind Brauer/Voß auch als Trainer einer Breitensportgruppe bzw. des Tanznachwuchs und als Jugendwarte und Betreuer beim „Summer Dance Special“ tätig und geben so das erworbene Wissen weiter. Da sie selbst seit Kindesbeinen an Tanzen, können sie gut die Bedürfnisse der Jüngsten erahnen und gehen immer mit dem nötigen Maß an Spaß und Disziplin vor.

Wie geht es jetzt weiter für Brauer/Voß? Brauer: „Erstmal in der S-Klasse ankommen! Wir trainieren Standard und Latein und stehen vier bis fünf Mal pro Woche auf der Fläche. Die nächste Deutsche Meisterschaft in Latein ist erst im Frühjahr 2027, da können wir uns schön weiterentwickeln und uns in Ruhe vorbereiten“.

Die Tanzpartnerschaft von Reher/Mazur ist deutlich kürzer als die von Brauer/Voß. Seit einem Jahr sind die beiden auf Turnieren aktiv, denn ihr erstes gemeinsames Turnier war das Himmelfahrtsturnier 2025. Natürlich haben sie davor schon einige Zeit gemeinsam trainiert, ein Tanzpaar muss neben den Schritten und der passenden Choreografie auch eine gemeinsame Harmonie finden.

Insgesamt 16 Turniere sind auf dem Konto von Reher/Mazur bislang zu finden, davon 14 mit einer Platzierung (für die A-Klasse braucht ein Paar 7 x Platz 1-3) und es sind einige nationale Meilensteine dabei, wie beispielsweise der 2. Platz beim Blauen Band der Spree in Berlin (65 Paare) und der Turniersieg bei Hessen tanzt (69 Paare).

Ob sich Reher/Mazur erst einmal „im Trainingssaal einschließen“ um für die neue Leistungsklasse zu trainieren, ist nicht bekannt. Aber man wird sie sicher bei „OWL tanzt“ im November in der Seidensticker-Halle auf dem Parkett bewundern können.

Ob sich Reher/Mazur erst einmal „im Trainingssaal einschließen“ um für die neue Leistungsklasse zu trainieren, ist nicht bekannt. Aber man wird sie sicher bei „OWL tanzt“ im November in der Seidensticker-Halle auf dem Parkett bewundern können.

Neben dem Turnier der A-Latein und der B-Standard bot der BTCM noch acht weitere Turniere in Standard und Latein, Paar und Solo an. Insgesamt freute sich der Club über mehr als 70 Starts in den Wettbewerben. Aus Bielefelder Sicht sind folgende Ergebnisse hervorzuheben: Marvin Otte / Skylar Otte (Platz 2 von 13 in der HGR D Standard), Amadeus Weber / Tabea Großkurth (Platz 4 von 10 in der HGR C Standard und Platz 4 von 10 in der HGR C Latein), René Krieger / Romy Eßelmann (Platz 2 von 10 in der HGR C Latein), Mykola-Yaroslav Syzon / Mariia Demchenko (Platz 6 von 10 in der HGR C Latein), Elaine Klassen (Platz 3 von 6 in der Solo HGR C Standard und Platz 4 von 12 in der Solo HGR C Latein), Skylar Otte (Platz 6 von 12 in der Solo HGR C Latein).

Text: Martina Bruhns
Fotos: Brauer/Lukas: Roland Röder | Reher/Mazur: privat